Verkehrswende

Was tut sich in München?

Ottobahn, ein Münchner Start-up, entwickelt ein gleichnamiges Transportsystem: Eine Hochbahn mit an Schienen hängenden Kabinen, die sich emissionsfrei, günstig, schnell und autonom oberhalb heutiger Straßen fortbewegen.

Die Gondeln der Ottobahn sollen sich umweltfreundlich, günstig, schnell und autonom in einer Höhe von 5 bis 10 Metern über den Verkehr hinweg bewegen. Für den Ein- oder Ausstieg wird die Gondel an beliebiger Stelle zum Boden gelassen. Die Kapseln sind dabei in verschiedenen Konfigurationen verfügbar: Einsitzer, Viersitzer, Cargo-Transport und Barrierefrei.

Zwischen Taufkirchen und Ottobrunn entsteht zurzeit eine etwa einen Kilometer lange Teststrecke. Noch dieses Jahr sollen hier die ersten Gondeln fahren.

Fahrpläne sind überflüssig: Die Kunden können über eine App zu sich bestellen.

Mobilitätspunkte sollen das veränderte Mobilitätsverhalten in München berücksichtigen und die Verwendung verschiedener Mobilitätsangebote vereinfachen. Denn die Anzahl der verschiedenen Mobilitätsangebote, mit denen man sich durch die Stadt fortbewegen kann, nimmt stetig zu: Auto-, Fahrrad- und Lastenrad-Sharing, sowie E-Motorroller, und -Tretroller, um nur ein paar zu nennen.

An den Mobilitätspunkten können die Kunden aus einer Vielzahl von Transportmöglichkeiten auswählen.
Diese sollen ein Schlüsselelement moderner nachhaltiger Mobilität werden, da sie den Umstieg von einem Verkehrsmittel auf ein anderes erleichtern und eine grüne Mobilität ermöglichen.
Mit dem „mp“-Logo werden die Mobilitätspunkte sichtbar.
Bis Ende des Jahres sollen 60 und bis Ende 2026 sind 200 Mobilitätspunkte geplant. Diese Vielzahl soll sicherstellen, dass der nächste Mobilitätspunkt in maximal fünf Gehminuten erreichbar ist.

Mobilitätsreferent Georg Dunkel bezeichnet das Projekt als „deutschlandweit einmalig“ und Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer hat angekündigt, dass auch Fahrradpumpen, Reparaturstationen und Parkständer an den Punkten aufgestellt werden sollen.

Die U-Bahn-Linie U9, die den Hauptbahnhof und Garching-Forschungszentrum verbindet, wird eine Länge von 10,5 Kilometern haben und erfordert den Bau von insgesamt fünf neuen U-Bahn-Stationen.

Die Münchner U-Bahn muss dringend entlastet werden, denn sie stößt schon heute an ihre Leistungsgrenzen. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Lage zunehmend verschlimmern wird, da die Fahrgastzahlen kontinuierlich zunehmen und die zweite S-Bahn-Stammstrecke in Zukunft noch mehr Fahrgäste, die den ÖPNV zur Weiterfahrt benötigen, nach München bringen wird.

Ingo Wortmann, der SWM Geschäftsführer Mobilität und MVG-Chef, zeigt sich begeistert: „Die U9 sichert die Leistungsfähigkeit der Münchner U-Bahn für die nächste Generation und ermöglicht den erforderlichen weiteren Ausbau. […] Sie entlastet die U3 und U6 im Innenstadtbereich um bis zu 44 Prozent und kann in einem weiteren Schritt mit einer direkten Verknüpfung den nördlichen Abschnitt der U2 um etwa 40 Prozent entlasten.“

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