Nebulae – Spiel der Farben

Omega Nebula

Das Titelbild zeigt den Carina-Nebel (aufgenommen im Infrarotlicht mit der Kamera HAWK-I am Very Large Telescope der ESO). Dieser Nebel gehört zu den Emissionsnebeln – ein astronomisches Phänomen. Eigentlich sind das nur Gas und Staub, die Wolken bilden. Diese werden von nahen, sehr heißen Sternen zum Leuchten angeregt, emittieren also Licht. Je weiter die Sterne weg sind, desto dunkler erscheint der Nebel. Das Gas ionisiert und je nachdem, welche Atome ionisiert werden, entstehen andere Farben. Wasserstoff beispielsweise sendet Licht in einer roten Wellenlänge aus. Sauerstoff emittiert grünes Licht.
Es gibt nicht nur Emissionsnebel: auch Reflexionsnebel, Dunkelwolken oder Planetarische Nebel sind farbige Spektakel. Die Phänomene vermischen sich auch manchmal. Aus diesen Wolken entstehen auch Sterne, was mehrere Millionen Jahre dauert. In dieser Zeit bewirkt die Schwerkraft, dass sich die Teilchen in der Wolke, also Staub und vor allem Wasserstoffteilchen gegenseitig anziehen. Innen in der massiven Kugel aus Gas steigen Druck und Temperatur. Die Atome verschmelzen, es werden Photonen freigesetzt. So leuchtet der entstandene Stern nicht nur, es wird auch Hitze und Gegendruck erzeugt. Aus diesem Grund behält der Stern auch eine stabile Form.

Sterne haben nur einen begrenzten Energievorrat. So wird unsere Sonne noch ca. 6 Milliarden Jahren brennen, das heißt, wir haben jetzt ca. Halbzeit. Sie wird mit der Zeit auch immer heller und heißer. Ganz junge Sterne sind gerade mal 30 000 Jahre alt. Der Stern Beteigeuze („Hand der Riesin“) scheint zur Zeit schon nicht mehr so hell – diese Abnahme der Helligkeit konnte man sogar mit bloßen Auge beobachten. Das sind Anzeichen dafür, dass es bald eine Supernova-Explosion geben könnte. Diese kann man dann sogar hier von der Erde aus sehen. Wenn wir also Glück haben, erleben wir dieses eigentlich einmaliges Spektakel, wenn wir Pech haben, stirbt der Stern erst in einigen tausend Jahren – was für ihn immer noch sehr jung ist! Der hellste Stern ist übrigens nicht der Polarstern – dieser ist der hellste Stern im Sternbild „kleiner Wagen“ –, sondern der Stern Sirius. Das liegt vor allem daran, dass er von der Erde nur neun Lichtjahre entfernt ist.

Aus 01/2020 von Christina Kwade

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mit meinem Klick auf "Kommentar abschicken" erteile ich meine Einwilligung in die Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten zum Zweck der Publikation des Kommentars und meiner Angaben. Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen kann. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Das Transparenzdokument und die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.