Eine Petition für Beibehaltung einiger Gewohnheiten auch nach dem Lockdown

  1. Behaltet die Jogginghosen als akzeptables Outfit! 
    Jogginghosen machen das Leben erst gemütlich. Während sich am Anfang des ersten Lockdowns noch alle jeden Morgen in Schale geworfen haben, so haben wir nun allgemein die Jogginghose als neue Arbeitsuniform akzeptiert. Auch wenn ein gewisser schwarz-weißer Modedesigner die Jogginghose als Zeichen des Verfalls wertet… Heutzutage ist sie das Symbol aller, die im home office versuchen bei Sinnen zu bleiben. 
  1. Behaltet “Router kaputt” als akzeptable Ausrede! 
    Du hast deine Abgabe vergessen und musst über Zoom deine Präsentation halten? Kein Problem! Das neue “Der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen” ist “mein Router spinnt gerade”. Und tatsächlich ist die Internetverbindung in Deutschland so verlässlich wie die Deutsche Bahn. Also, wenn der Prof dich zukünftig etwas in der Präsenzvorlesung fragt, ist eben mal schnell “dein Router kaputt”. 
  1. Behaltet die Stummschaltung! 
    Heute ist nicht dein Tag und du hast absolut keine Lust, dich an der Seminardiskussion zu beteiligen? Perfekt! Denn die allgemeine ungeschriebene Regel des Videochats besagt, dass beim Betreten des Raumes das Mikrofon und die Kamera ausgeschaltet zu sein haben. Das wäre doch perfekt für langweilige Familienfeiern, wenn diese wieder möglich sind: Kamera aus, Mikrofon aus und auf dem zweiten Bildschirm among us spielen. 
  1. Schafft Fahrtzeiten ab! 
    Die erste Vorlesung startet um 8:00. Während früher schon um 6:30 der Wecker geklingelt hat (die Zuverlässigkeit der Deutschen Bahn miteinberechnet), um rechtzeitig da zu sein, so kann man sich heute um erst 7:58 aus dem Bett schälen. Und während der Zentralübungsleiter noch über “Organisatorisches” spricht, kann man sich nebenher noch einen Kaffee machen. Wäre es nicht toll, auch in Zukunft direkt in der Vorlesung zu sein? Hyperloop sollte sich mal beeilen! 
  1. Verschiebt die Regelstudienzeit!  
    Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat eine Regelung verkündet, “wonach für die im Sommersemester 2020 in einem Studiengang an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule immatrikulierten und nicht beurlaubten Studentinnen und Studenten eine von der Regelstudienzeit abweichende um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit gilt”. Perfekt, die ausgefallene Prüfung ist also halb so schlimm, denn die ECTS-Grenze wurde verschoben. Aber ist das Studium nicht immer individuell? Wieso gibt es die individuelle Regelstudienzeit nicht immer? 

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